Kapitel Bayes · 3/6

Bayes-Statistik live durchrechnen

Zwei Rechner zum unmittelbaren Verständnis: Wie ein Prior mit Daten zum Posterior wird – und wie Vortest-Wahrscheinlichkeit und Testgüte zusammenspielen.

Bayes-Statistik live durchrechnen

Zwei Rechner zum unmittelbaren Verständnis: Wie ein Prior mit Daten zum Posterior wird – und wie Vortest-Wahrscheinlichkeit und Testgüte zusammenspielen. Beide Werkzeuge rechnen direkt im Browser, ohne Server-Anfrage.

Prior → Posterior (Beta-Binomial)

Beispiel: Trefferquote, Erfolgsrate eines Tests oder Anteil an Wiederholungen über einer Zielvorgabe. Prior als Beta(α,β), Update mit k Erfolgen aus n Versuchen.

Verständlich erklärt am Beispiel unten: Stell dir einen Athleten vor, der bei einem neuen Sprungkrafttest eine bestimmte Zielmarke schaffen soll. Bevor auch nur eine Messung vorliegt, hast du eine grobe Vermutung, wie oft das wohl gelingt – das ist der Prior. Die Regler α und β formen diese Vermutung: Stehen beide auf demselben, eher niedrigen Wert (wie hier voreingestellt, α=2, β=2), heißt das schlicht „ich habe noch keine feste Meinung – alles zwischen 0% und 100% erscheint mir ungefähr gleich plausibel". Höhere, gleich große Werte würden dagegen eine festere Vorab-Überzeugung ausdrücken.

Jetzt kommen die echten Daten dazu: „Beobachtete Erfolge k" und „Versuche n" bedeuten, wie oft der Test in der Praxis tatsächlich gelang – voreingestellt 8 von 10 Versuchen. Das Modell verbindet beides automatisch: die vage Vorab-Vermutung (graue Kurve) und die neuen 8-von-10-Daten ergeben zusammen die Posterior-Kurve (blau) – die aktualisierte, deutlich präzisere Einschätzung der tatsächlichen Erfolgsquote. Je mehr Versuche vorliegen, desto schmaler und sicherer wird diese blaue Kurve.
Prior Posterior

Vortest → Nachtest-Wahrscheinlichkeit

Nach Bours (2021): Jeder Screening- oder Cut-off-Test wirkt anders, je nachdem wie häufig das Merkmal in der getesteten Gruppe tatsächlich vorkommt.

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